arte, Pressevorführung des Dokumentarfilms „Die Arier“ von Mo Asumang am 23.04.2014 in der Kalkscheune Berlin

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Nach ROOTS GERMANIA beschäftigte sich Mo Asumang in ihrem zweiten Film zum Thema Rassismus mit diesen vermeintlichen Fragen und begab sich für ihre Dokumentation auf eine sehr mutige Spurensuche nach Antworten. Die Afrodeutsche suchte die Auseinandersetzung und ging auf Nazi-Demos, interviewte führende Größen der rechten Szene, traf sich nachts im Wald mit Mitgliedern des Ku Klux Klans im Mittleren Westen der USA, sprach mit Historikern, Sprachwissenschaftlern, Verschwörungs-theoretikern, Burschenschaftlern und ganz normalen Menschen auf der Straße. Sie forschte in Archiven und reiste schließlich in den Iran, wo sie alte Inschriften fand, die den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und belegen, dass es sich hierbei eigentlich um ein nomadisierendes Hirtenvolk handelt.

Der Film hatte bereits Berlin-Premiere auf dem Achtung Berlin Festival und wurde gestern der Presse in der Kalkscheune präsentiert. Am 29. April wird die Dokumentation auf Arte ausgestrahlt.

Ein ausführliches Interview mit Frau Asumang ist in der Berliner Morgenpost zu lesen. Hier erfährt man, dass sie mit ihrem Film auch Familienaufarbeitung betrieb, weil ihre eigenen Großeltern mütterlicherseits Nazis waren und wie es dazu kam, dass sie sogar von dem Top-Rassisten der USA zum Schluss ihres Interviews umarmt wurde…

Diese Dokumentation sollten Sie auf keinen Fall verpassen.

Arte Sendetermine: Dienstag, 29. April um 22:10 Uhr (92 Min.); Wiederholung am Donnerstag, 15. Mai um 9:00 Uhr